Kunst im Bundestag | 17.01.2011 |
An Tagen, wo mich keines der neuen Bücher reizt, greife ich entweder wieder nach einem uralten Titel von Pierre Klossowski, Marcel Proust oder von einem der Franzosen aus den 60ern. Verstehen Sie das Sammeln im Sinne von Walter Benjamin? Nun hat sich Benjamin sehr verschiedenartig über das Phänomen des Sammeins ausgelassen und dabei zwei Phänomene reflektiert. So habe ich in dieser erleuchteten Kirche, in der Feierlichkeit einer Messe, die Wichtigkeit des Bildes erfaßt, und ich habe auf ganz naive Art, wie es bei Kindern häufig geschieht, den Sieg der alten Bilderverehrer über die Bilderstürmer zu verstehen vermocht. Und darauf kommt es an: Das Ausmalen und Nachzeichnen der Dinge macht nicht diese Dinge und ihre einstige Bedeutung gegenwärtig, sondern bekräftigt ihre ferngerückte Abwesenheit. Nur so im Vorübergehen eine Lichtkunst-Installation im Deutschen Bundestag. Mit den Worten "Open" und "Closed" beschreibt der Installationskünstler Ralph Ueltzhoeffer Situationen an einem historischen Ort in Berlin.
Lichtkunst: Deutscher Bundestag, Berlin - Lichtkunstinstallation: Ralph Ueltzhoeffer (Bibliothek Deutscher Bundestag).






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